{"id":1263,"date":"2009-01-11T08:11:53","date_gmt":"2009-01-11T07:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/arf1.de\/wordpress\/?p=1263"},"modified":"2009-01-20T08:53:18","modified_gmt":"2009-01-20T07:53:18","slug":"milford-track-the-wettest-walk-in-the-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arf1.de\/wordpress\/?p=1263","title":{"rendered":"Milford Track &#8211; the wettest walk in the world"},"content":{"rendered":"<p>Der Milford Track ist der beliebteste Wanderweg Neuseelands, fuer viele Neuseelaender der &#8220;heilige Gral&#8221; der Wanderwege, und wird gerne als &#8220;the finest walk in the world&#8221; bezeichnet. Er fuehrt im Fjordland, im Suedwesten von Neuseelands Suedinsel durch traumhafte Natur und grossartige Landschaft.<\/p>\n<p>Am Samstag den 3. Januar machten wir uns, ausgeruestet mit Goretex-Jacken und -Hosen auf den beruehmten Milford Track.<!--more--> Zum Ausgangpunkt der Mehrtageswanderung gelangt man nur mit dem Boot. Nach der 1 1\/2 stuendigen Bootsfahrt begruessen einen dann erstmal die Sandfliegen, die sich im Fjordland besonders wohl fuehlen. Am ersten Tag laueft man nur 5 km zur ersten Huette. Gegen Abend hat der Ranger einen Bushwalk mit uns gemacht, in dem wir einiges ueber die Tiere und Pflanzen im Fjordland erfahren haben. Die meisten Baeume sind komplett mit Mosen bewachsen, die je nach Regenmenge unterschiedlich tief von den Baeumen haengen. Wenn es fuenf Tage nicht regnet, ist das fuer die Pflanzen eine Trockenzeit.<\/p>\n<p>Uebernachtet haben wir an allen 3 Tagen in Stockbetten, untergebracht in verschiedenen Gebaueden oder auf verschiedenen Etagen.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag hatten wir eine Strecke von 16 km durch das beindruckende Clinton-Tal vor uns, die ueberwiegend durch das Tal lief und erst gegen Ende wirklich nass wurde. Zwischendurch hat sogar mal die Sonne herausgeschaut. Am dritten Tag lag dann die anstrengenste Strecke vor uns. Nach dem wir den Mackinnon-Pass auf 1073 m Hoehe erreicht haben, ging es wieder 970m hinunter. Oben auf dem Pass hat man an vielleicht an 100 Tagen im Jahr\u00c2\u00a0eine gute Sicht. Bei uns war es etwas am Regnen, und der Blick hing in einer weissen Nebelwand fest, so dass wir leider nicht in den Genuss der gigantischen Aussicht kamen. Immerhin waren die Windgeschwindigkeiten ertraeglich, zwei Tage zuvor steckten 100 Menschen bei 100 km\/h in der Huette auf dem Pass fest. Auf der anderen Seite vom Pass regnet es im Jahr bis zu 11 m Niederschlag, weshalb es dort auch noch mehr unterschiedliche Farne und Mose gibt und es noch gruener ist. Der elende Abstieg (elendig fuer die Knie) fuehrt vorbei an steilen Felswaenden, an denen das Wasser in Massen herunterstroemt und an tollen Kaskadenwassrfaellen. Kurz vor der zweiten Huette haben wir einen Abstecher zu den &#8220;Sutherland Falls&#8221; gemacht, dem hoechsten Wasserfall Neuseelands. Das Wasser stuerzt sich dort in drei Stufen 580 m in die Tiefe. Arne war so mutig und hat sich hinter den Wasserfall begeben. Klatschnass, aber gluecklich sind wir dann an der zweiten Huette angekommen.<\/p>\n<p>Am letzten Tag ist die laengste Strecke, 18 km zu bewaeltigen, die entlang\u00c2\u00a0vieler grosser, ganz vieler mittlerer und unzaehliger kleiner\u00c2\u00a0Wasserfaelle durch das Arthur-Tal fuehrt.\u00c2\u00a0Da wir um\u00c2\u00a014 Uhr das Boot erreichen mussten, das uns nach Milford gebracht hat, wollten wir schon um 7 Uhr starten. Allerdings waren starke Rgenfaelle angesagt, so dass wir erstmal wegen Flutungsgefahr (kommt oefter vor) in der Huette warten mussten. Als dann um 7:30 Uhr der aktuelle Wetterbericht durch war, empfahl uns die Rangerin so schnelll wie moeglich los zu laufen, um moeglichst nicht durch extreme Wasserhoehen waten zu muessen. Wenn es im Fjordland extrem viel regnet schwellen die Fluesse extrem schnell an und ueberall bilden sich neue Baeche, die Felswaende verwandeln sich in Wasserfaelle, in Teilabschnitten wird der Weg selbst zum Bach.\u00c2\u00a0Abgesehen von dem Ueberklettern umgestuerzter Baeume, die auf dem Track lagen, mussten wir durch einige Schlammloecher, in denen wir auch mal feststeckten, und durch einige Baeche waten.<\/p>\n<p>Goretex hat auch seine Grenzen: Schon nach zwei Stunden Extremregen gaben unsere Goretex-Jacken ihre Funktionstuechtigkeit auf und wir waren pitschepatschenass. Es sei ihnen verziehen, da sie schon die Tage zuvor immer nass waren, das Material war wohl ueberfordert. Die Schuhe waren ebenfalls voellig durchweicht, so dass es einen auch nicht mehr stoerte, wennn man knoecheltief durch das Wasser laufen musste.<\/p>\n<p>Gegen Mittag war das Wasser dann soweit gestiegen, dass Baeche, die zuvor ueber 2 -3 Steine ueberquert werden konnten, so hoch gestiegen waren, dass wir Knietief durch das stroemende Wasser laufen mussten. Wir sind zu viert gelaufen und haben beim durchqueren der Fluesse immer eine Kette gebildet, damit nicht einer von den Waasermassen weggerissen wird. Immerhin hat es uns nicht so schlimm erwischt, dass wir brusttief durch das wasser waten musste, das kommt auch schonmal vor.<\/p>\n<p>Kurz nach 13 Uhr, nach 18.4 km und 5 1\/2 Stunden sind wir dann patschnass am Zielpunkt, dem Sandfly Point angekommen, wo uns wieder einmal begeistert die Sandfliegen in Empfang nahmen.<\/p>\n<p>Einige werden sich jetzt fragen, wie man sich freiwillig auf eine solche Wanderung begeben kann. Auch wenn es der nasseste Wanderweg der Welt ist, es ist ein ablotues Highlight, so viel Wasser zu sehen, gigantische Wasserfaelle, Waelder wie in einem Maerchenwald und Wildnis pur. Von den spektakulaersten Momenten konnten wir leider keine Fotos machen, da wir unsere Unterwasserkamera vergessen haben.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Milford Track ist der beliebteste Wanderweg Neuseelands, fuer viele Neuseelaender der &#8220;heilige Gral&#8221; der Wanderwege, und wird gerne als &#8220;the finest walk in the world&#8221; bezeichnet. Er fuehrt im Fjordland, im Suedwesten von Neuseelands Suedinsel durch traumhafte Natur und grossartige Landschaft. Am Samstag den 3. 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