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Niagara Falls

Niagara ist ein tückisches Wort für Deutsche. Im Englischen liegt die Betonung nämlich nicht wie im Deutschen auf -ga-, sondern auf dem ersten -a-. Zum Glück wurde ich bereits im Vorfeld meiner Reise darauf hingewisen (danke, Michael M.!). Die Niagarafälle bestehen aus den kleineren American Falls/Bridal Veil Falls auf US-amerikanischen Territorium

niagara_american-falls.jpg

und den größeren Horseshoe Falls zwischen den USA und Kanada.

niagara_horseshoe-fall.jpg niagara_horseshoe-fall_close.jpg

Damit keiner auf die Idee kommt, ich sitze in Wirklichkeit gemütlich daheim rum und bloge nur aus dem Netz geladene Bilder… hier nochmal der Horseshoe Fall mit mir im Bild. Wie immer gilt: Auf’s Bild klicken führt zu einer größeren Version davon.

niagara_horseshoe-fall_arne.jpg

Gerade mal zwei Tage bevor ich bei den Niagarafällen war, sind die Temperaturen unter 0°C gefallen. Bei den Fällen ist durch die Gischt so viel Wasser in der Luft, dass diese kurze Zeit des Frosts an manchen Stellen schon für beachtenswerte Eisüberzüge ausgereicht hat. So wie auf dieser Parkbank:

niagara_frozen-bench.jpg

Wegen kompletter Vereisung waren auch ein paar Aussichtsplattformen geschlossen. Jemand eine idee, was das hier sein könnte?

niagara_frozen-grass.jpg

Das ist eine Rasenfläche. In der Mitte jedes Eishalmes befindet sich ein Grashalm. Die Eismassen, die die Niagarafälle am Ende des Winters umschließen, müssen beeidnruckend sein.
Durch das viele Wasser in der Luft gibt es bei Sonnenschein natürlich auch viele Regenbögen zu sehen. Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem Foto schwach auch den zweiten Bogen erkennen, in dem die Reihenfolge der Farben umgekehrt ist.

niagara_rainbow.jpg

Die Niagara-Fälle sind nicht außergewöhnlich hoch (bis 52m), aber die Masse an Wasser, die hier runterfällt ist beeindruckend. Apropos Wassermassen: In den großen Seen (zwei davon, Lake Eerie und Lake Ontario, werden durch die Niagara-Fälle verbunden) und dem St.-Lawrence-Strom befinden sich 20% des weltweiten Süßwassersvorkommens. Und noch was: Es heißt, über die Niagarafälle fließen über 160000 Kubikmeter Wasser pro Minute. Wie misst man so was!?

Wo so beeindruckende Wasserfälle sind, sind natürlich auch Touristenmassen nicht fern – zumindest im Sommer. Und denen muss natürlich möglichst viel Geld abgenommen werden. Das Ergebnis ist dann eine Las-Vegas-like Straße direkt neben den Wasserfällen.

niagara_street.jpg

Jetzt im Dezember war es aber überall angenehm leer. Wunderbar.
Vielleicht einziger Nachteil: Die Maid of the Mist fuhr nicht. Mit diesem Boot kann man sonst nämlich unterhalb des Horseshoe-Fall bis knapp an den Wasserfall ranfahren, was ein großer Spaß und sehr beeindruckend sein soll.
Die Jorney Behind The Fall war allerdings geöffnet. Mit Aufzug und Tunnelsystem geht’s damit zum einem an den Fuß des Wasserfalls, und zum anderen auch dahinter. Hier ein Blick auf den Horseshoe Fall von hinter dem Wasserfall.

niagara_behind-the-fall.jpg

Okay, sieht nicht so beindruckend aus auf dem Foto… Aber wenn man dahinter steht, bzw. wenn man am Fuß des Wasserfalls steht, kann man die Wucht des Wassers richtig spüren.

Im nächsten Eintrag gibt’s noch einen Geheimtipp zu den Niagara-Fällen. Das Passwort ist das Ãœbliche – bei Bedarf bei mir nachfragen…

3 Responses to “Niagara Falls”

  1. Random Thoughts in Scattered Posts » Light the Falls
    December 11th, 2006 15:41
    1

    Den folgenden Tipp dazu habe ich leider erst erhalten, nachdem ich bei den Niagarafällen gewesen bin… [weiter]

  2. Torsten
    December 12th, 2006 12:04
    2

    “Niagara Falls: Second biggest disappointment for american brides”
    – Oscar Wilde

  3. Chris
    December 12th, 2006 13:30
    3

    :-D