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Archive for January, 2007

Nichts zu verbergen

Monday, January 29th, 2007

Macht doch nichts, ein ehrlicher Bürger hat doch nichts verbergen.

Das ist ein beliebtes Argument der zur “Ach, was sind schon Freiheit und Bürgerrechte? Wenn es doch für die Sicherheit ist!”-Fraktion der Bürger, wenn es um das Abrutschen in den Totalitarismus z.B. um das Absegnen von Antiterror-Gesetzen oder die fröhliche Anwendung der Rasterfahndung geht.

In Großbritannien…

…plant das Innenministerium nun einen weiteren Einschnitt: In Straßenlaternen sollen Durchleuchtungs-Kameras eingebaut werden, die Dank Spezialtechnik durch Kleidung sehen können.

(Spiegel-Online.de)

Ob es dazu auch nur heißen wird “Macht doch nichts, ich habe nichts zu verbergen?

Flucht vor der Kommentarzensur

Friday, January 26th, 2007

Aus gegebenen Anlass muss ich, um der Zensur zu entgehen, leider die Sicherheit meines Blogs nutzen, um einen Umstand für die Nachwelt festzuhalten, den ich unter anderen Umständen nicht einmal ansatzweise auch nur in Erwägung gezogen hätte in irgendeiner Form außerhalb der für seine Erwähnung eigentlich angebrachten Umgebung zu erwähnen.
Schade, schade, aber das hat sich Frau N. selbst so eingebrockt.
wollte ich Frau N. die Grenzen ihrer Zensurwut aufzeigen, die sie schon (des öfteren!) in ihrem Weblog hat wüten lassen*.

In dem Beitrag “Warten auf…” in ihrem Weblog “Le monde entier est fou!” schrieb Doro N. den Titel von Samuel Becketts Theaterstück “Warten auf Godot” ursprünglich “Xxxxxx xxx Xxxxxx”. mit einem kleinen Tippfehler. Aber das ist eigentlich total unwichtig.
(Hervorhebung von mir)

* Ich denke, das hat geklappt. ;-)

[Beitrag aktualisiert am 26.01.2006, 18:40]

…mit Oxid!

Wednesday, January 24th, 2007

Was es nicht alles gibt:

Fairy mit Oxid

Ein Spülmittel “mit Oxid“! Wahnsinn, Wissenschaft und Technik machen vor nichts mehr halt. Jetzt werden sogar schon Oxide verwendet! Das ist der atemberaubendste Fortschritt, seit ich in meiner Kindheit Sandburgen mit Siliziumdioxid gebaut habe.

Aber irgendwann muss auch Schluss sein. Oxid im Spülmittel, na meinetwegen, aber wenn die anfangen, mir Oxide in Getränke zu mischen, hört der Spaß auf. Also z.B. ein Sprudel mit Wasserstoffoxid käme mir nicht auf den Tisch!

BNC-Kabel from hell

Wednesday, January 24th, 2007

Vor einiger Zeit hatte ich schon unangenehme Bekanntschaft mit einem KF-Reduzierstück from hell gemacht. Wir haben hier an der Uni wohl eine gute Verbindung in die Unterwelt, oder ich weiß nicht was, denn…

bnc-kabel-from-hell.jpg

Was ist das?
Ein Kabel? Eine schwarz-violettes Kabel? Ein schwarz-violettes Koaxial-Kabel? Ein schwarz-violettes Koaxial-Kabel mit zwei BNC-Steckern? Ein schwarz-violettes Koaxial-Kabel mit zwei BNC-Steckern, dass in zwei Teile zerschnitten wurde, um jeden weiteren unabsichtlichen, versehentlichen Gebrauch desselben auszuschließen, nachdem es rund einen Nachmittag Arbeitszeit gekostet hat, herauszufinden, dass es kaputt ist, und zwar da Innen- und Außenleiter kurzgeschlossen sind?!? Richtig.
Oder kurz: Es ist das “BNC-Kabel from hell”!

Wie das KF-Reduzierstück steht die Isolation zwischen Innen- und Außenleiter solch eines BNC-Kabels ganz weit unten auf der Liste der Verdächtigen, wenn im Labor was nicht funktioniert, und ich habe zunächst eine Menge anderer Sachen überprüft. Arrgh!

Im Auto nicht naschen, sonst…

Wednesday, January 17th, 2007

In Waipawa, Neuseeland, ist ein vollgeladener Milchlaster durch zwei Häuser gepflügt und letztlich in einem dritten zum Stehen gekommen. Abgesehen von dem Sachschaden ist die Sache zum Glück recht glimpflich abgelaufen – außer einem gebrochenem Bein und einer gebrochenen Nase gab es erstaunlicherweise keine ernsthaften Verletzungen. Die Bilder vom Ort des Geschehens (bei NZPA) sehen schon aus, als ob sie aus einem Actionfilm stammen würden, aber die näheren Umstände… sowas kann nur das Leben schreiben: (more…)

Na denn Prost! ;-)

Wednesday, January 17th, 2007

No Booze? You May Lose: Why Drinkers Earn More Money Than Nondrinkers

Bethany L. Peters and Edward Stringham

A number of theorists assume that drinking has harmful economic effects, but data show that drinking and earnings are positively correlated. We hypothesize that drinking leads to higher earnings by increasing social capital. If drinkers have larger social networks, their earnings should increase. Examining the General Social Survey, we find that self-reported drinkers earn 10-14 percent more than abstainers, which replicates results from other data sets. We then attempt to differentiate between social and nonsocial drinking by comparing the earnings of those who frequent bars at least once per month and those who do not. We find that males who frequent bars at least once per month earn an additional 7 percent on top of the 10 percent drinkers’ premium. These results suggest that social drinking leads to increased social capital.

Bibliographic data and PDF of the paper.

Stehli und Würger

Sunday, January 14th, 2007

Stehli und Würger, Rechtsanwälte

Aus irgendeinem Grund beschlich mich das Gefühl, dass diese Anwaltskanzlei im Strafrecht spezialisiert sein sollte.

Wie kann man mit einem Barometer die Höhe eines Hauses bestimmen?

Monday, January 8th, 2007

Vor einiger Zeit rief mich ein Kollege an und bat mich, ihm als Sachverständiger bei der Benotung einer Prüfungsaufgabe zu helfen.

Offensichtlich wollte er einem Schüler für die Bearbeitung einer Physikaufgabe keinen Punkt geben. Der Schüler jedoch meinte, er müsste die volle Punktzahl bekommen, wenn es mit rechten Dingen zuginge. Lehrer und Schüler waren übereingekommen zur Klärung dieser Frage einen Unparteiischen heranzuziehen und hatten mich dazu auserkoren. Ich ging in das Arbeitszimmer meines Kollegen und las mir die Prüfungsaufgabe durch: “Zeigen Sie, wie man mit Hilfe eines Barometers die Höhe eines Hochhauses bestimmen kann.” Die Antwort des Studenten: “Man nimmt das Barometer mit aufs Dach, bindet es an eine lange Schnur und lässt es daran auf die Strasse hinunter. Dann holt man es wieder herauf und misst die Länge der Schnur. Diese Länge entspricht der Höhe des Gebäudes.”

In der Tat war das eine außerordentlich interessante Antwort, nur – konnte man dem Schuler dafür die volle Punktzahl geben? Zuerst wies ich einmal darauf hin, dass der Schüler das Recht ohne Zweifel auf seiner Seite habe, denn er hatte die Aufgabe vollständig und richtig gelöst. Andererseits jedoch: Wenn der Schüler die volle Punktzahl erhielt, dann konnte das dazu beitragen, dass er auch eine gute Note in Physik erhielt. Eine gute Note sollte dem Schüler bescheinigen, dass er Kenntnisse in Physik hat, gerade das aber wurde durch diese Art der Beantwortung der Prüfungsaufgabe nicht nachgewiesen.

Nachdem ich das überlegt hatte, schlug ich vor, dem Schüler noch einmal die Möglichkeit zur Bearbeitung der Aufgabe zu geben. Nicht überrascht war ich, dass mein Kollege diesem Vorschlag zustimmte. Dass auch der Schüler zustimmte, überraschte mich dann doch. (more…)

Weihnachtsstern vor Sichtbeton

Saturday, January 6th, 2007

Noch ein kleiner Nachtrag zur Weihnachtszeit. Eine künstlerische (??) Gemeinschaftsproduktion mit meinem Kollegen Chrizzy. (Ich wage übrigens zu bezweifeln, dass die ganze Tragweite der Aussage dieses Werkes von etwaigen Betrachtern auch nur erahnt werden können wird. ;-)

weihnachtsstern_vor_sichtbeton.jpg
Weihnachtsstern vor Sichtbeton (2006)

How to deal…

Saturday, January 6th, 2007

…with someone, who’s claiming that the earth is 6000 years old?

Well, that can be easy, but it also can be “a bit of a situation.”